{"id":6039,"date":"2021-09-30T18:11:11","date_gmt":"2021-09-30T18:11:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/?p=6039"},"modified":"2021-09-30T18:16:33","modified_gmt":"2021-09-30T18:16:33","slug":"mikroplastik-in-der-arktis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/?p=6039","title":{"rendered":"Mikroplastik in der Arktis"},"content":{"rendered":"\n<p><em>\r\n\t<div class=\"slideshow_container slideshow_container_style-light\" style=\"height: 480px; \" data-slideshow-id=\"6041\" data-style-name=\"style-light\" data-style-version=\"2.3.1\" >\r\n\r\n\t\t\t\t\t<div class=\"slideshow_loading_icon\"><\/div>\r\n\t\t\r\n\t\t<div class=\"slideshow_content\" style=\"display: none;\">\r\n\r\n\t\t\t<div class=\"slideshow_view\">\t<div style=\"clear: both;\"><\/div><\/div><div class=\"slideshow_view\">\t<div style=\"clear: both;\"><\/div><\/div><div class=\"slideshow_view\">\t<div style=\"clear: both;\"><\/div><\/div><div class=\"slideshow_view\">\t<div style=\"clear: both;\"><\/div><\/div><div class=\"slideshow_view\">\t<div style=\"clear: both;\"><\/div><\/div><div class=\"slideshow_view\">\t<div style=\"clear: both;\"><\/div><\/div><div class=\"slideshow_view\">\t<div style=\"clear: both;\"><\/div><\/div><div class=\"slideshow_view\">\t<div style=\"clear: both;\"><\/div><\/div>\r\n\t\t<\/div>\r\n\r\n\t\t<div class=\"slideshow_controlPanel slideshow_transparent\" style=\"display: none;\"><ul><li class=\"slideshow_togglePlay\" data-play-text=\"Abspielen\" data-pause-text=\"Pause\"><\/li><\/ul><\/div>\r\n\r\n\t\t<div class=\"slideshow_button slideshow_previous slideshow_transparent\" role=\"button\" data-previous-text=\"Zur\u00fcck\" style=\"display: none;\"><\/div>\r\n\t\t<div class=\"slideshow_button slideshow_next slideshow_transparent\" role=\"button\" data-next-text=\"N\u00e4chstes\" style=\"display: none;\"><\/div>\r\n\r\n\t\t<div class=\"slideshow_pagination\" style=\"display: none;\" data-go-to-text=\"Gehe zum Bild\"><div class=\"slideshow_pagination_center\"><\/div><\/div>\r\n\r\n\t\t<!-- WordPress Slideshow Version 2.3.1 -->\r\n\r\n\t\t\t<\/div>\r\n\r\n<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(dm) Zwei&nbsp;junge Forscher machten sich letztes Jahr mit Sack und Pack auf den Weg nach Norwegen,&nbsp;um im ewigen Eis, mitten in der unber\u00fchrten Natur,&nbsp;die Anteile&nbsp;von&nbsp;Mikroplastik zu erforschen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einer dieser Forscher, der Junge \u00d6sterreicher Namens Sebastian Pohl erz\u00e4hlt an der RSB von seiner Expedition, welche er zusammen mit Max Kortmann gemacht hat.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit sehr wenigen&nbsp;Kleidern und viel Forschungsgep\u00e4ck durften sie auf dem Segelboot der&nbsp;schweizer&nbsp;Familie Schw\u00f6rer, welche seit Jahre mit ihrem Segelboot unterwegs ist,&nbsp;anheuern und mit ihnen diese Expedition antreten. Die Reise war gerade in der Zeit von Corona sehr schwierig und sie mussten bei der Einreise in Norwegen f\u00fcr einige Tage in Quarant\u00e4ne. Da die Quarant\u00e4neregeln aber dort nicht so streng sind wie bei uns, konnten sie schon in dieser Zeit erste Forschungen betreiben. Und&nbsp;vor allem&nbsp;konnten sie das Segelboot einr\u00e4umen. Sie mussten Essen f\u00fcr sechs Wochen und acht Personen auf 15 Quadratmeter verstauen. Alles Forschungsmaterial lagerten sie in ihren kleinen Kaj\u00fcten. Sebastian hat uns erkl\u00e4rt, dass der beste R\u00fcckzugsort das WC war. Dort war auch der S\u00fcssigkeiten Vorrat gelagert.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Untersucht haben sie Wasser, Schnee, Luft, Sedimente und Kot von Tieren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste grosse Forschungsort war Spitzbergen. Dort sind Forscher aus der ganzen Welt stationiert.&nbsp;Die ersten grossen Gletscher konnte man sehen. Aber leider war in der N\u00e4he der K\u00fcste schon sehr viel geforscht worden und so viele Spuren vorhanden. Damit sie in unber\u00fchrter Natur forschen konnten, wanderten sie mit schweren Rucks\u00e4cken, Schneeschuhen und Gewehren&nbsp;(wegen der Eisb\u00e4ren)&nbsp;16 Stunden lang ins Landesinnere. Es war sehr streng, kalt und es ging lange.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Forschungen haben sie Baumwollanz\u00fcge getragen, damit sie die Forschung nicht mit ihren eigenen Kleidern kontaminierten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter&nbsp;ging es danach nach&nbsp;Longyearbyen. Obwohl sehr wenige Menschen dort&nbsp;leben, gibt es viele Spuren von Schneemobilen, welche zu den&nbsp;imposanten&nbsp;Gletschern f\u00fchren. Dort hat es&nbsp;hochfrequentierte Gletscher auf einer H\u00f6he von 800&nbsp;m.\u00fc.M. Dementsprechend viel Abfall und Mikroplastik haben sie gefunden.&nbsp;Ganz viel Mikroplastik stammt von Outdoorbekleidung, aber auch von liegen gelassenem Abfall.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch an Orten, an&nbsp;denen noch nie Menschen vorbei gekommen sind haben sie Mikroplastik gefunden. Nun stellt sich die Frage, wie dieser&nbsp;dorthin&nbsp;gelangt ist. War es der Wind? Die V\u00f6gel, andere Tiere? Das herauszufinden ist nun Teil der Arbeit von Sebastian und Max.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt&nbsp;haben sie eine Strecke von ca. 6000 Kilometer&nbsp;in&nbsp;6.5 Wochen zur\u00fcckgelegt.&nbsp;Anschliessend verbrachten sie eine Woche auf&nbsp;Island,&nbsp;um&nbsp;die&nbsp;letzten&nbsp;Forschungen&nbsp;zu machen.&nbsp;Auf ihrer Expedition sind sie in sehr beeindruckende Gegenden vorgestossen.&nbsp;Vielen&nbsp;Tieren sind sie begegnet. Unter anderem&nbsp;Walen, Eisb\u00e4ren (zum Gl\u00fcck nicht zu nahe), Polarf\u00fcchsen, Rentieren, Seel\u00f6wen, Delfinen und V\u00f6gel.&nbsp;Nun gilt es zu erforschen, welche Rolle die Tiere bei der Verbreitung von Mikroplastik haben und ob der Mikroplastik den Tieren schadet.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem sehr beeindruckenden Vortrag&nbsp;durften wir Sebastian zuschauen, wie er zwei Versuche vorf\u00fchrte. Beim einen hat er Stoff von einem Kinderpullover in Wasser&nbsp;mit Waschmittel&nbsp;gelegt und anschliessend&nbsp;abgefiltert. So konnte man gut erkennen, dass Bestandteile im Wasser&nbsp;zur\u00fcckbleiben. Leider kann auch die beste Kl\u00e4ranlage nicht alle diese Teile herausfiltern und so gelangen&nbsp;sie&nbsp;in den Wasserkreislauf.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Beim zweiten Versuch hat er eine Kinderzahnpaste in Wasser aufgel\u00f6st und abgefiltert. Auch hier konnten wir deutlich die Spuren von Mikroplastik erkennen. Diese werden der Zahnpaste zugef\u00fcgt, damit diese&nbsp;gelartig ist.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt nehmen wir pro Woche ca. 5&nbsp;Gramm Mikroplastik zu uns. Was man schon weiss, ist, dass&nbsp;das&nbsp;eine Antibiotikaresistenz beg\u00fcnstigt. Weiter hat man noch nicht viele Langzeitstudien,&nbsp;welche&nbsp;Sch\u00e4den es auf unseren K\u00f6rper hat. Man vermutet, dass es an verschiedenen Sachen eine Mitschuld tr\u00e4gt, kann es aber noch nicht beweisen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Klar ist aber, dass in der Gesellschaft ein&nbsp;Umdenken stattfinden muss.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser europ\u00e4ischen Woche der Nachhaltigkeit konnten wir so den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern eine spannende Abwechslung zum normalen Unterricht bieten. Ausserdem haben wir\u00a0mit jeder Klasse geschaut, was Nachhaltigkeit bedeutet. Alle haben sich ein Ziel gesetzt, wie sie nachhaltiger leben k\u00f6nnen. Die Ziele h\u00e4ngen nun an unserer BNE Wand.\u00a0Wir hoffen, dass m\u00f6glichst viele die Ziele erreichen werden.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Projekt und weitere Arbeiten von Sebastian Pohl kann auf seinem youtube-Kanal oder auf Instagramm unter Plastic.Arctic verfolgt werden<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(dm) Zwei&nbsp;junge Forscher machten sich letztes Jahr mit Sack und Pack auf den Weg nach Norwegen,&nbsp;um im ewigen Eis, mitten in der unber\u00fchrten Natur,&nbsp;die Anteile&nbsp;von&nbsp;Mikroplastik zu erforschen.&nbsp;&nbsp; Einer dieser Forscher, der Junge \u00d6sterreicher Namens Sebastian Pohl erz\u00e4hlt an der RSB von seiner Expedition, welche er zusammen mit Max Kortmann gemacht hat.&nbsp;&nbsp; Mit sehr wenigen&nbsp;Kleidern und viel Forschungsgep\u00e4ck durften sie auf [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,18],"tags":[],"table_tags":[],"class_list":["post-6039","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aus-dem-schulleben","category-schulleben-sj2122-2"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6039","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6039"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6039\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6053,"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6039\/revisions\/6053"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6039"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6039"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6039"},{"taxonomy":"table_tags","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.realschule-balzers.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftable_tags&post=6039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}