
Job-shadowing der Schulleitung in Dänemark
Unser Schulleiter, Dominic Bont, war Anfang Juni mit Unterstützung von Erasmus+ an der Lykkesgaardskolen, einer inklusiven Gemeinschaftsschule in Varde, Westdänemark. Er hat für uns seine Eindrücke zusammengefasst.
Dominic Bont: Diese Erfahrung bot mir als Schulleiter einen vertieften Einblick in das dänische Schulsystem, das sich durch seine starke Betonung von Inklusion und Chancengleichheit auszeichnet.
Es war spannend, eine Schule zu erleben, an welcher alle Lernenden vom Kindergarten bis zur 9. Klasse gemeinsam unterwegs sind, wo Inklusion gelebt wird und wo es bis Ende der 7. Klasse Lernberichte statt Noten gibt.
Besonders hervorzuheben ist dabei das Konzept von „Hygge“, das auf Respekt, Zuhören und Empathie basiert und ein unterstützendes Lernumfeld schafft. Die Schule legt grossen Wert auf eine gute Beziehung zwischen Lehrpersonen, Lernenden und Eltern, mit denen regelmässig Gespräche geführt werden und die sich aktiv ins Schulleben einbringen dürfen.
Die Schule beeindruckte mich zudem durch die multiprofessionelle Zusammenarbeit von Schulleitung und Lehrpersonen mit KlassenassistentInnen, ErziehungswissenschaftlerInnen, schulischen SozialarbeiterInnen, StudentInnen und freiwilligen „Onkeln und Tanten“, welche die Schule unterstützen.
Ein weiteres Highlight ist bestimmt auch die stark praxisorientierte Unterrichtsgestaltung im Bereich der Naturwissenschaften, wo Schülerinnen und Schüler das Gelernte anhand von Modellen und Versuchen präsentieren.
Der Besuch der Lykkesgaardskolen hat mir wertvolle Einblicke in die Bedeutung von Inklusion, empathischem Miteinander und multiprofessioneller Zusammenarbeit gegeben. Diese Erkenntnisse möchte ich nutzen, um ein unterstützendes und praxisorientiertes Lernumfeld in unserer eigenen Schule noch stärker zu fördern.